Gesundheit
auch beim Pomeranian gibt es Krankheiten, die "Rassetypisch" sind. Im Nachgang finden Sie einen Überblick über die häufigsten Krankheitsbilder.
Alopezie X
Was ist die Ursache?
Alopezie steht für Haarlosigkeit und X für die Tatsache, dass trotz intensiver Forschung an dieser seltsamen Erkrankung immer noch nicht viel über die Ursache bekannt ist. Eine hormonelle Störung in den Haarwurzeln wird vermutet, gleichzeitig sind die verschiedenen Hormonspiegel im restlichen Körper aber normal.
Die Alopezie X kommt familiär gehäuft vor beim Spitz, Husky, Alaskan Malamute, Samojede, Keeshond, American Eskimo Dog, Chow-Chow und auch beim Zwergpudel.
Die meisten Studien wurden Zwergspitzen durchgeführt.
Wie sieht das Krankheitsbild aus?
Erste Zeichen der Alopezie X treten meist im Alter von 9 bis 24 Monaten auf, manchmal aber auch später.
Rüden sind von der Alopezie X häufiger betroffen als Hündinnen.
Die Erkrankung wird durch einen langsam fortschreitenden Haarverlust charakterisiert, wobei die Haut nicht entzündet (gerötet oder verdickt) ist. Das Haar erscheint zuerst spröde und matt bevor es ausfällt, manchmal wird auch eine Farbveränderung beobachtet (Ausbleichen, Aufhellen).
Später ist ein fast vollständiger Haarverlust im Bereich des Rumpfes, des Nackens, der Oberschenkel und der Rute zu beobachten. Der Kopf und die Vorderbeine bleiben normal behaart. Die veränderten Hautstellen sind zum Teil schuppig und trocken anzufühlen.
Kahle Hautareale, welche dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, zeigen eine dunkle Pigmentierung und sind häufig etwas verdickt.
Es kann spontan oder durch Behandlungsversuche zu einem erneuten Wachstum der Haare kommen, welches allerdings meist nicht dauerhaft anhält.
Wichtig zu wissen ist, dass diese Hunde sonst gesund sind und keine anderen Beschwerden im Zusammenhang mit dieser Erkrankung haben.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Zuerst müssen hormonelle Erkrankungen, die ebenfalls zu einem fortschreitenden, nicht entzündlichen Haarverlust führen können, durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen werden.
Zur Absicherung der Diagnose werden Hautbiopsien genommen.
Patellaluxation (PL)
Unter einer Patellaluxation versteht man das Ausrenken bzw. Auskugeln des Kniegelenks.
Eine angeborene Fehlbildung ist durch das Gesundheitsgutachten des Züchters zwar ausgeschlossen, kann sich aber auch in der Wachstumsphase bilden oder durch eine Verletzung enstehen.
Dabei springt die Kniescheibe (Patella) aus dem Gelenk, der Hund kann das betroffene Bein nicht mehr bewegen und die Pfote nicht auf den Boden setzen.
Um Schmerzen beim Auskugeln zu vermeiden, belastet der Hund dieses Bein nicht, so dass es oft zu Hüpfen auf drei Beinen kommt.
Sitzt die Kniescheibe wieder im Gelenk, kann der Hund problemlos laufen.
Manchmal rutscht sie selbst wieder zurück, manchmal muss nachgeholfen werden.
Erst bei schlimmeren Erkrankungsgraden wird operiert.
Leichte Formen der PL beinträchtigen den Hund normalerweise nicht oder nur wenig.
Trachealkollaps
Wenn die Luftröhre (Trachea) geschwächt ist, dass sie erschlafft und ihre Form verliert, kann es zu einem Trachealkollaps kommen.
Die zusammengefallene Luftröhre verengt sich so, dass der Hund nur noch schwer atmen kann oder im schlimmsten Fall gar keine Luft mehr bekommt.
Die Atembeschwerden treten bei körperlicher Aktivität auf.
Der Hund hustet und wird in einigen Fällen sogar ohnmächtig.
Mit zunehmendem Alter des Hundes verschlimmern sich die Symptome des Trachealkollapses.
Eine Behandlung erfolgt meist medikamentös, da Operationen nicht sehr vielversprechend sind.
Durch beide Maßnahmen ist nur eine Linderung, aber keine Heilung möglich.
Kryptorchismus
Von der falschen Lage der Hoden sind etwa zehn Prozent aller Pomeranian-Rüden betroffen.
Zu einem Kryptorchismus kommt es, wenn ein oder beide Hoden nicht aus der Bauchhöhle in den Hodensack abgestiegen sind, wenn er im Leistenkanal „steckengeblieben“ oder sonstwie falsch positioniert ist.
Ist der Hund dadurch in irgendeiner Weise beeinträchtigt, kann der betreffende Hoden oder auch beide chirurgisch entfernt werden.
Ein von Kryptorchismus betroffener Rüde ist meistens nicht in der Lage, Nachkommen zu zeugen.
Und selbst, wenn es möglich wäre, sollte er nicht die Gelegenheit dazu bekommen. Anomalien der Hoden sind schwere Fehler und damit zuchtausschließend.